Aberdeen Immobilien Glossar

Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds legen ihre Mittel in überwiegend gewerblich genutzten Objekten an. Das Portfolio besteht aus zahlreichen, häufig 50 bis 100 Grundstücken. Die Immobilienfonds-Manager achten dabei auf eine ausgewogene Streuung nach Größe, Nutzungsart, Branche der Mieter, Alter und Standorten der Gebäude. Offene Immobilienfonds dürfen je nach Vertragsbedingungen weltweit investieren, um von den Entwicklungen aussichtsreicher ausländischer Immobilienmärkte zu profitieren. Zur Wertentwicklung tragen Miet- und Zinseinnahmen sowie die – in der Regel steuerfreien – Wertsteigerungen der Immobilien bei. Die Immobilien-Sondervermögen sind in den §§ 66 ff. InvG geregelt.
Index
Errechneter Durchschnitt ausgewählter Kurse eines Wertpapiermarktes. Am deutschen Aktienmarkt spiegelt der DAX-Index die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten/meistgehandelten deutschen Aktientitel wider. Der DAX ist das bekannteste Marktbarometer.
Indexfonds
Investmentfonds, die die Zusammensetzung eines bestimmten Index vollständig oder in hoher Übereinstimmung nachbilden. Die Performance des Fonds folgt daher weitestgehend der Entwicklung des Index.
Investitionsgrad
Der Investitionsgrad errechnet sich aus dem Fondsvermögen abzüglich der Barreserve, d. h. der Anteil des Fondvermögens, der in Wertpapieren, Immobilien oder Derivaten angelegt ist.
Investmentanteil
siehe Anteil
Investmentdepot
Depot bei einer Investmentgesellschaft, das ausschließlich für den Erwerb und die Verwahrung von Fondsanteilen bestimmt ist. Merkmal: Gutschrift auch von Anteilbruchteilen, kostenlose oder kostengünstige Wiederanlage der Gesamtausschüttung.
Investmentfonds
Als Begriffsdefinition nach deutschem Recht "Sondervermögen". Das Sondervermögen wird von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt. Der Begriff Sondervermögen besagt, dass es streng getrennt vom eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft zu halten ist. Bei Investmentfonds wird das mit einem einzelnen Wertpapier verbundene Risiko dadurch vermindert, dass viele verschiedene Wertpapiere gekauft werden. Wenn sich unter 100 Wertpapieren eines weniger gut entwickelt, beeinflusst es die Performance der Anlage weniger, als wenn es die einzige Geldanlage wäre.
Investmentgesellschaft
Unter Investmentgesellschaften versteht man Kapitalanlagegesellschaften und Investmentaktiengesellschaften. Kapitalanlagegesellschaften (§ 2 VI InvG) sind Kreditinstitute, deren Hauptzweck in der Verwaltung von Sondervermögen oder in der Verwaltung von Sondervermögen und der individuellen Vermögensverwaltung besteht. Investmentaktiengesellschaften (§ 2 V InvG) sind Aktiengesellschaften, deren Unternehmensgegenstand nach der Satzung auf die Anlage und Verwaltung ihrer Mittel nach dem Grundsatz der Risikomischung zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage in Vermögensgegenständen nach § 2 IV Nr.1 - 4 und 7 - 9 InvG beschränkt ist.
Investmentgesetz
Das Investmentgesetz (InvG) ist am 01.01.2004 in Kraft getreten und ersetzte das bisher geltende  Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Im InvG wurden KAGG und das Auslandinvestment Gesetz (AuslInvestmG) zusammengefasst, die Regelungen für in- und ausländische Fonds vereinheitlicht und nach Investmentgesetz und Investmentsteuergesetz unterschieden. Wie auch vorher das KAGG, dient das Investmentgesetz primär dem Anlegerschutz. Es regelt u.a. die Rechtsform der Investmentgesellschaften als Kreditinstitute, die damit der BaFin unterliegen, die Rechtsverhältnisse zwischen Investmentgesellschaft, Anlegern und Investmentfonds, die Einschaltung einer Depotbank, den Mindestinhalt der Vertragsbedingungen, die Bildung eines Aufsichtsrats, die Prüfungs- und Veröffentlichungsvorschriften und die steuerlichen Fragen. Weiterhin wurde im Investmentgesetz erstmalig in Deutschland eine Regulierung von  Hedgefonds vorgenommen.
Investmentidee
Viele Anleger zahlen Geld in einen großen "Topf" (= Investmentfonds). Die Investmentgesellschaft kauft für das Geld Wertpapiere oder im Falle von Offenen Immobilienfonds Grundstücke/Gebäude und übernimmt deren laufende Verwaltung. Die Vorteile für den Anleger: Chancengleichheit für alle an allen Anlagemärkten - schon mit kleinen Beträgen kann sich der Anleger an einem großen breitgestreuten Vermögen beteiligen und von Konditionen, Anlagen und einer Risikoverminderung profitieren, wie sie sonst nur Großanleger erreichen können.
Bequeme und zeitsparende Anlage - der Sparer braucht sich nicht um die Details der Kapitalanlage zu kümmern, sie wird von Profis gemanagt.
Flexibilität - Ein- und Auszahlung sind beliebig variierbar.
Liquidität - Fondsanteile können jederzeit schnell und problemlos zum Rücknahmepreis verkauft werden.
Transparenz - Ausgabe- und Rücknahmepreis werden börsentäglich veröffentlicht. Die Investmentgesellschaft informiert regelmäßig zu allen wichtigen Details des Fonds.
Investmentkonto
siehe Anlagekonto
Investmentsparen
Die Geldanlage in Investmentfonds. Die Umsetzung der Investmentidee funktioniert - vereinfacht ausgedrückt - wie folgt: Eine Investmentgesellschaft wählt unter Chance-, Risiko- und Sicherheitsaspekten Aktien, verzinsliche Wertpapiere oder Immobilien aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die breite Streuung. Sie ermöglicht, eventuelle kurzfristige Schwächen bei einzelnen Titeln durch eine gute Entwicklung bei anderen aufzufangen. Ein einzelner Anleger hat gewöhnlich nicht genug Geld, um bei seiner Vermögensanlage das Risiko im erforderlichen Umfang zu streuen. Deshalb zahlt er stattdessen, wie viele andere Anleger auch, in einen gemeinsamen Topf ein, den Fonds. Die Anleger können dabei Einmalbeträge oder regelmäßige Sparplanraten in den Fonds fließen lassen. Je nach Höhe der Einlage erhält der Anleger Fondsanteile und ist damit am Fondsvermögen beteiligt. Die laufenden Geschäfte, also Kauf und Verkauf von Aktien, verzinslichen Wertpapieren oder Immobilien usw. führt das Fondsmanagement durch und erstattet darüber regelmäßig Bericht.
Investmentzertifikat
siehe Anteilschein an einem Wertpapier- oder Immobilienfonds
InvG
siehe Investmentgesetz