Aberdeen Immobilien Glossar

Dachfonds
Wertpapierfonds, dessen Fondsvermögen wiederum in andere Fonds investiert wird (auch fund of funds genannt). Die Zulässigkeit von Dachfonds ergibt sich aus dem § 50 InvG. Die Auswahl der entsprechenden Fonds trifft das Fondsmanagement.
Defined Benefit
Beim traditionellen System der betrieblichen Altersvorsorge sagt das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine bestimmte Leistung (defined benefit) im Rentenalter zu. Zur Finanzierung werden überwiegend Pensionsrückstellungen gebildet. Weitere Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge sind Pensions- und Unterstützungskassen sowie die Direktversicherung. Das Risiko der ausreichenden Finanzierung trägt grundsätzlich der Arbeitgeber. Alternative: Defined contribution.
Defined Contribution
Weltweit im Vormarsch ist das Altersvorsorgemodell defined contribution. Dabei wird nur eine bestimmte Zahlung (contribution) des Unternehmens für den Arbeitnehmer in der Ansparphase zugesagt. In diesem Fall entfällt für den Arbeitgeber das wirtschaftliche Risiko einer festen Leistungszusage (defined benefit).
Depot
Sammelstelle für Wertpapiere, auch für Investmentanteile. Beispiele sind ein: a) Wertpapierdepot bei einem Kreditinstitut, das nicht nur eine sichere Aufbewahrung garantiert, sondern dem Anleger auch die Verwaltung seiner Anteile abnimmt, wie z.B. die Einziehung, Abrechnung und Gutschrift der Erträge. b) Depot in Form eines Investmentkontos bei einer Investmentgesellschaft.
Depotbank
Um einen verstärkten Anlegerschutz zu gewährleisten, darf die Kapitalanlagegesellschaft die von ihr aufgelegten Sondervermögen nicht selbst verwahren, sondern muss damit ein anderes Kreditinstitut als Depotbank beauftragen. Diese verwahrt die Gegenstände des Fondsvermögens auf eigens dafür eingerichteten Sperrkonten oder Sperrdepots - getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft. Außerdem übernimmt die Depotbank die Ertragsausschüttungen, die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen und die Ermittlung der Ausgabe- und Rücknahmepreise. Bei einer Depotbank muss es sich um ein unter staatlicher Aufsicht stehendes, in Deutschland zugelassenes Kreditinstitut handeln, das über ein haftendes Eigenkapital von mindestens 5 Mio. Euro verfügt. Für ihre Tätigkeit erhält die Depotbank ein aus dem Fondsvermögen zu zahlendes Entgelt. Dieses besteht in der Regel aus einer Depotgebühr für die Verwahrung des Fondsvermögens sowie einer Depotbankgebühr für ihre Durchführungs- und Kontrollaufgaben.
Depotbankvergütung
Vergütung, die die  Depotbank erhält.
Depotgebühren
Anteile an einem Investmentfonds werden in dem Depot des Anlegers verwahrt. Die Verwaltungsgebühr für das Depot ist die Depotgebühr. Ein Depot kann bei einer Bank oder der Fondsgesellschaft direkt eingerichtet werden.
Derivate
Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen der  zugrunde liegenden Finanztitel (Basiswerte) richten. Derivate sind so konstruiert, dass sie die Schwankungen dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf hohe Kursgewinne desselben verwenden. Beispiele für Derivate: Optionen, Futures, Swaps.
Devisen
Devisen sind Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen. Ausländische Banknoten werden nicht Devisen sondern Sorten genannt.
Dividenden
Die Dividende ist eine gewinnabhängige Zahlung an die Aktionäre. Die Zahlung einer Dividende wird jährlich von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft beschlossen. Die Dividendenhöhe richtet sich in erster Linie nach dem Bilanzgewinn und der wirtschaftlichen Perspektive des Unternehmens. Nach dem Halbeinkünfteverfahren sind die Dividenden, die einem Investmentfonds zufließen, für den Privatanleger und den betrieblichen einkommensteuerpflichtigen Anleger nur noch zur Hälfte steuerpflichtig sind, für den körperschaftsteuerpflichtigen betrieblichen Anleger sind sie in voller Höhe steuerfrei. Inländische Dividenden erhält der Anleger jedoch nach Kürzung von 25 Prozent Körperschaftsteuer. Diese Körperschaftsteuer kann weder auf Fonds- noch auf Anlegerebene angerechnet werden (Definitivbesteuerung). Die hälftige Steuerpflicht bzw. vollständige Steuerfreistellung stellt den Ausgleich für das fehlende Körperschaftsteuerguthaben dar. Nach dem Halbeinkünfteverfahren fällt auf inländische Dividenden Kapitalertragsteuer nur noch in Höhe von 20 Prozent an, die weiterhin auf die Einkommensteuerschuld anrechenbar ist.
Doppelbesteuerungsabkommen
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) werden zwischen einzelnen Ländern abgeschlossen und dienen der Vermeidung der Doppelbesteuerung im grenzüberschreitenden Kapitalverkehr. Deutschland hat mit einer Vielzahl von Staaten entsprechende Abkommen geschlossen. Die Inhalte variieren jedoch von Land zu Land. Informationen zu den jeweiligen Inhalten und Abkommen können beim  Bundesfinanzministerium abgerufen werden.
Dow Jones Index
Der Dow Jones Industrial Index (DJII) ist der bekannteste Index der New Yorker Börse (New York Stock Exchange) und spiegelt - analog zum DAX-Index - die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider.